Pressestimmen zu "Weit weg ist so nah"

Bericht von Doris Zuidema in der Ostfriesen-Zeitung vom 28.Juli 2017

Moormerland-Anzeiger vom 28.10.2016

Und hier ist der Bericht vom Leseabend am 10.1.2017
von Hanna Seipelt
Der erste Leseabend vom Jahr 2017 brachte uns eine Lesung von Frerich Ihben aus seinem historischen Roman „Weit weg ist so nah“ erschienen im Geest-Verlag 2016.
Die nicht sehr große, aber sehr interessierte Zuhörerschar ließ sich fesseln von der Geschichte des jungen Weert, der ein entbehrungsreiches Leben in der Auseinandersetzung mit der Unbarmherzigkeit der Natur und der Selbstsucht von Menschen in den Zwanzigerjahren des 18. Jahrhunderts führt. Packend die Beschreibung der sozialen Verhältnisse, der familiären Strukturen, der einzelnen Momente, wo die Sehnsucht nach Geborgenheit und Zugehörigkeit deutlich wird. Der Roman beginnt mit der Schilderung der Sturmnacht, als verheerende Fluten die ostfriesische Küste heimsuchen. Alles geht verloren, der Vater wird von einem herabstürzenden Balken erschlagen und die Mutter stirbt später an den Strapazen der folgenden Zeit. Der junge Weert sucht einen Neuanfang und beginnt ein Leben als Tagelöhner im südlichen Ostfriesland, zunächst arbeitet er für Kost und Logis. Dann pachtet er dort eine Moorstelle, denn einzelne Finanziers gehen dazu über, in abgelegenen Moorgebieten Parzellen zur Urbarmachung an selbständige Kolonisten zu verpachten.
Frerich Ihben las uns nach diesen einführenden Kapiteln die berührenden Stellen, welche Begegnungen des Weert mit der jungen Gesche beschreiben. Zuvor erfahren wir jedoch vieles über die Familie des Mädchens, über das Schicksal der Mutter Jetta, die selbst Gewalt erfuhr und nun ihre Kinder schlägt...
Man hätte noch lange zuhören können und es wurde klar, dass es sich bei diesem Roman um ein sehr lesenswertes Buch handelt. Kaum mag man den Worten des Autoren glauben, der sagt, dass es seine erste Buchveröffentlichung ist. Allerdings gibt es bereits Kurzgeschichten in Anthologien von ihm.
Wolfgang Wulf kündigte an, dass eine LokalLesung mit Frerich Ihben vom Sender Oeins im Mai aufgezeichnet werden wird. Es sollen dann auch Außenaufnahmen im Moor dazu gedreht werden. Man darf darauf gespannt sein!